Multiple Sklerose, Krebs und Fußball


21.Mai 1948 mein Geburtstag. Geburtsort, Groß-Gerau, "Hauptstadt" des Rieds. Daher auch mein Nickname RIEDKNIBBEL.

Ried ist die große (Spargelanbau-) Fläche zwischen Odenwald und Pfalz, von Frankfurt bis Mannheim (zumindest so ungefähr). Geologisch eine große Sandebene, entstanden als der Rhein (der sellemals am Odenwald entlang geflossen sein soll) sich Richtung Pfalz losgemacht hat, und fleißig Sand zurückgelassen hat.
Ein Knibbel ist hessisch-sprachlich gesehen ein Knüppel, als Riedknibbel die Bezeichnung der vermeindliche besseren Städter für den wohl einfachereren, derberen, ungebildeteren Bewohner des Ried. Das der Riedknibbel sich das Wort 'Riedknibbel' als Alias ausgesucht hat entbehrt also nicht eines gewissen Wortwitzes und Hintersinnes. (Schrieb Hesse-James)

22.Mai 1980 Der Befund der Kernspinuntersuchung ist da. Der Verdacht auf Multiple Sklerose hat sich bestätigt. Ich fuhr wie in Trance nach Hause, soll ich, soll ich nicht ? Ich habs nicht gemacht, im Nachhinein eine teilweise richtige Entscheidung, wir hatten noch viele schöne Jahre. Wenn ich noch mal zu entscheiden hätte ??????????

K i n d e r g a r t e n + K i r c h e

                                                                                    

                                                           

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         

 

                                                                    

Kommunion, eine Heuchelei für meine Großeltern väterlicherseits.                          

Die waren 200% katholisch und bei meinem ersten Besuch fragte

ich sie, warum so viele Fastnachtsbilder an den Wänden hingen

und was die Aschenbecher an den Türrahmen zu bedeuten hätten ?

So viel zu christlicher Erziehung.

S c h u l e

 Volksschule

 

 Mittelschule

Ich war ein mittelmäßiger Schüler, der nur in Sport und Deutsch (ausgenommen Grammatik) gute Leistungen brachte.

Ansonsten, mitgeschwommen.

S p o r t  a k t i v  u n d  p a s s i v

Sport war schon immer mein Hobby. Fußball spielte ich beim VfR Groß-Gerau. In der 1.Schüler Mannschaft spielte ich einen guten letzten Mann. Leider gab ich zu früh auf, um Handball und Leichtathletik zu betreiben. Als ich nach 15 Jahren Pause bei Germania Eberstadt wieder zu kicken anfing, dachte ich mit viel Training käme die alte Leistungsstärke wieder. Denkste. Es hat gerade mal für die zweite Mannschaft gereicht.

Nachdem ich meine "Fußball-Laufbahn" beendet hatte, wurde ich Jugendtrainer. Von E-Junioren bis A-Junioren hab ich alles trainiert. Ich war der einzige Trainer der auch "Fußkranke" trainiert hat, auch aus diesen Jungs ist was zu machen. Bis zu meiner Krankheit habe ich mit viel Freude und Spaß die Jungs trainiert und möchte diese Zeit nicht missen.

Dann wurde ich zum Jugendleiter gewählt. Sieben Jahre machte ich diese nicht leichte Aufgabe. Vierzehn Jugendmannschaften mussten betreut und organisiert werden. Hat  ganz gut geklappt.

Turnierleitung war eins meiner Hobbys. Planungen, Turniereinladungen,  Organisation und Durchführung, alles in meiner Hand. Als ich nicht mehr konnte, nahm die Anzahl unserer Turniere bis auf 2-3 ab. Schade.

 

 

Meine persönlichen Fußballbilder

 

Handball spielte ich beim TV 1846 Groß-Gerau. Als Feldspieler so lala, als Torwart prima. Bei diesem Verein betrieb ich auch Leichtathletik. Der Zusammenhalt der Leichtathleten ist toll, besser als beim Mannschaftssport. Meine Leistungen: Weitsprung, mit 10 Jahren 4,60 Meter, mit 14Jahren 6,40 Meter. Hochsprung, mit 14 Jahren 1,51 Meter.

 

 

 

 

B e r u f

Nach dem Schulabschluss ging ich auf Lehrstellensuche. Zahntechniker schlug mir das Arbeitsamt vor. Hat auch geklappt, bis sich ein ausgebildeter Techniker vorstellte. Dann war Bauzeichner eine Option. Ich habe mich bei einer Firma für Fertigdecken vorgestellt und wurde genommen. Nach drei Lehrjahren beendete ich mit Abschluss. Nach einem Jahr wechselte ich in ein Archtekturbüro, die machten Baubestandsaufnahme. Kein schlechter Job, und so konnten wir uns drei Wochen Mallorca leisten. 600 Mark pro Person. Nach dem Urlaub kam die Kündigung, das Büro war Pleite. Eine Baukriese wie 2009.
Jetzt begann die Arbeitssuche. Ursula las in der Zeitung: Kartograf für Zeichenarbeiten gesucht.
Kartograf? Ich nix wie hin, vorgestellt. War ne ganz andere Art des Zeichnens, mit Tusche. Macht nix, sah manchmal aus wie Sau. Der Beruf lag mir, ich wurde immer besser. Nach ein paar Jahren hab ich mich selbständig gemacht. Bin ins kalte Wasser gesprungen. Zuletzt sechs Angestellte, Kunden wie Kümmerly und Frey, Falk, Ravenstein,  und und und......Nach vierundzwanzig Jahren machte ich aus krankheitsgründen den Laden dicht. Leider.

M e i n  P a p a

 

                                                                                         

 

                                                                          Mein Papa starb mit 31 Jahren durch einen Verkehrsunfall.

                                                              Ein unbeleuchtet abgestellter Lastwagen war sein Tod.

                                                              Meine Mutti wurde zum zweiten Mal Witwe, ich Halbwaiser,

                                                              mit sieben Jahren.

                                                              Mein Papa war ein toller Mann, mir fällt nix Negatives ein

                                                              wenn ich an ihn denke.

 M e i n e   F r e u n d e

 

                                                                                   Wir sind schon seit ca. 35 Jahren befreundet.

                                                                        Wir haben zusammen Fußball gespielt, einen Kegelclub gegründet,

                                                                        viele Urlaube miteinander verbracht.

                                                                        Nie Streit gehabt.

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